Markgrafenkirchen

Inventarisierung der Markgrafenkirchen Oberfrankens

Maßnahmenträger: Evang.-luth. Dekanatsbezirk Bayreuth-Bad Berneck
Projektzeitraum: 2018 bis 2020

„Die besten Künstler der Region, darunter die des markgräflichen Hofes, gestalteten viele der Neu- oder Umbauten zu Meisterwerken von europäischem Rang. Manche nach außen schlicht erscheinende Dorfkirche birgt im Innern wahre Schätze.“ (Zitat von der Homepage des im Mai 2017 gegründeten Vereins der Markgrafenkirchen e.V.)

Zahlreiche Kirchengebäude und ihre Ausstattung wurden nach der Reformation umgebaut bzw. umgedeutet. Ferner entstanden viele Neubauten, deren Gestaltung – eine selbstständige evangelische Kirchenbaukunst – die neue Religion zum Ausdruck bringen sollte. Die zur Zeit der Markgrafschaft Bayreuth-Brandenburg (zwischen 1603 und 1810) errichteten Bau- und Kunstwerke werden heute dem sogenannten Markgrafenstil zugeordnet. Dieser Stil entspricht dem damals vorherrschenden Zeitgeschmack des Barocks, Rokokos und späterem Klassizismus. Als Besonderheit wurde das theologische Verständnis – Gleichstellung von Wort und Sakrament – bei der Konzeption des Außen-, aber vor allem des Innenraums sichtbar. So sind etwa Kanzel, Altar und Taufstein räumlich zusammengefasst worden. Außerdem sind umlaufende, mehrgeschossige Emporen charakteristisch.

Für die Erhaltung jener Kirchen, für ihre Zugänglichkeit als Orte der Einkehr und letztlich auch des Kunstgenusses ist deren Erforschung, Publikation und, grundlegend, ihre Inventarisierung erforderlich. Der Kulturfonds Bayern unterstützt den Aufbau eines Archivs über die Markgrafenkirchen in Oberfranken und die Inventarisierung  mit Dokumentation und Sammlung von Archivmaterial.

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